KC Leichtbau, HA Fahrzeug- und Verkehrstechnologien, auch: Antriebstechnik
Wirtschaftszweige:
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, 30 Sonstiger Fahrzeugbau
24 Metallerzeugung und -bearbeitung, 51 Luftfahrt
Vorhabenbeschreibung:
Das übergeordnete Ziel des Vorhabens besteht in der Validierung und umfassenden Charakterisierung des Widerstandspunktschweißens zum Fügen von Druckguss- mit Walzblechlegierungen aus Aluminium. Um den Einsatz von Aluminium weiter auszubauen, ist dies unbedingt notwendig, weil es beim Schweißen entsprechender Werkstoffkombinationen aufgrund der unterschiedlichen Schmelztemperaturen und elektrischer Leitfähigkeiten beider Werkstoffe zur Ausbildung atypischer Schweißlinsengeometrien kommt und dieser Sachverhalt mit erheblichen Unsicherheit seitens der Anwender verbunden ist.
Im Projekt soll daher gezeigt werden, dass die mechanischen und technologischen Eigenschaften eines solchen Hybridverbundes trotzdem mit denen etablierter Fügeverfahren vergleichbar sind und es zudem im industriellen Umfeld ausreichend robust eingesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang werden Schweißbereiche für entsprechende Verbindungen ermittelt und die mechanischen Eigenschaften der erzeugten Verbindungen mit dem etablierten Halbhohlstanznieten in statischen und dynamischen Prüfungen verglichen. Der finale Tauglichkeitsnachweis erfolgt durch Ermittlung der Elektrodenkappenstandmenge und der Prozessfähigkeit, sowie des Nachweises der Kombinierbarkeit des Widerstandspunktschweißens mit Klebprozessen.
Insbesondere KMU (Anlagenhersteller, Anwender etc.) können von den Ergebnissen direkt profitieren, da die Umsetzung des neuen Widerstandspunktschweißens unmittelbar nach Projektende möglich ist und den Unternehmen in Form eines DVS-Merkblattes zur Verfügung gestellt wird. Verglichen mit dem heute normalerweise verwendeten Halbhohlstanznieten erwachsen durch das Widerstandsschweißen erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Anwender. Die Anwendbarkeit des Widerstandspunktschweißens reduziert sich hierbei nicht auf den Automobilbau, sondern kann branchenübergreifend, insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Maschinen- und Anlagenbau, sowie Marine und Sport, eingesetzt werden.