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FA V4
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Verminderung der wasserstoffinduzierten Kaltrissigkeit beim nassen Unterwasserschweißen von höherfesten Feinkornstählen durch die Integration von austenitischem Schweißgut in die Schweißfolge


IGF-Vorhaben-Nr.: 19.211 N
Laufzeit: 01.12.2016 - 30.11.2018

Forschungseinrichtungen:
  1. Institut für Werkstoffkunde 
Fachgebiete:
KB Werkstoffe, Materialien,
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik
HB Maritime Technologien,
MC Verfahrenstechnik, soweit nicht zu EB oder FD zuzuordnen
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau,
24 Metallerzeugung und -bearbeitung, 50 Schifffahrt

Vorhabenbeschreibung:

Das Unterwasserschweißen ist ein sowohl ingenieur-technisch als auch handwerklich/ergonomisch hoch anspruchsvolles Gebiet, das von spezialisierten KMU bearbeitet wird. Speziell im Hinblick auf Instandsetzungsarbeiten und Reparaturen ist eine Verbesserung der Unterwasserschweißverfahren von erheblichem Vorteil. Da diese Tätigkeiten vor allem von KMU ausgeführt werden, ist eine Lösung dieses Problems für Tauchfirmen von besonderem Interesse und wird als zukunftsorientierte Chance zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Grundlagen angesehen. Die Motivation der geplanten Arbeiten, liegt in der Reduzierung der wasserstoffinduzierten Kaltrissigkeit durch die Verwendung austenitischer Schweißzusätze in der Schweißfolge. Die angebrachten Pufferlagen besitzen eine vielfach höhere residuale Speicherkapazität des Wasserstoffs und entscheiden, ob das Überangebot beim nassen UW-Schweißen noch toleriert werden kann. Ziel ist es zu erforschen, ob Wurzelschweißungen oder Zwischenlagen aus austenitischem Schweißgut eine Möglichkeit darstellen, die diffusionsinduzierte Kaltrissigkeit bei gleicher Festigkeit, zu reduzieren. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden die Grundlagen zur Erstellung von Schweißverfahrensprüfungen zu erarbeiten und zusätzlich zur Temper-Bead-Technik eine Möglichkeit zu erarbeiten Schweißverbindungen im Bereich höherfester Feinkornstähle mit CEV >0,4 im hyperbar nassen Bereich zu erstellen. Für kmU erweitert sich die Werkstoffpalette für das hyperbar nasse Schweißen um die modernen höher festen Baustähle. Tauchunternehmen profitieren weiterhin von der Reduzierung von Schweißnebenzeiten und das hohe Fehlerrisikio bei der Temper-Bead-Technik wird minimiert. Dies ermöglicht ein wirtschaftliches Ausführen von Schweißarbeiten an modernen Materialien, sodass auch die Anwendungsbreite der UW-Schweißung erweitert wird.