29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, 30 Sonstiger Fahrzeugbau
28 Maschinenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
Vorhabenbeschreibung:
Der aktuelle Stand der Technik bietet keine werkstofftechnische Technologie zur Verbesserung der Widerstandspunktschweißbarkeit von Blechen aus Aluminiumlegierungen. Stattdessen wird versucht, Aluminiumbleche mit ausreichender Prozesssicherheit durch anlagentechnische Maßnahmen (z.B. Schweißstrom oder Elektrodenkonditionierung) zu schweißen.
Hier setzt das Projekt "WPS ALP" an. Für die weitere Verbreitung des Widerstandspunktschweißens von Aluminiumlegierungen soll untersucht werden, ob eine geeignete Kombination von Schichten aus verschiedenen Aluminiumlegierungen zum Plattieren von Blechen die Wirtschaftlichkeit und die Eigenschaften von Punktschweißungen deutlich verbessern kann, ohne auf spezielle Widerstandsschweißtechnologien zurückgreifen zu müssen. Durch die Kombination zweier Al-Legierungen zu einem einzigen Verbundblech ("AL-Clad") ist es möglich, nicht nur das Verschleißverhalten beim Punktschweißen zu verbessern, sondern auch die Festigkeit und das Makro/Mikrogefüge der Schweißzone zu verbessern. Im Forschungsprojekt werden Al-Bleche mit Hilfe industriell gängiger und wissenschaftlicher Methoden auf ihre Schweißbarkeit bewertet und anschließend optimierte Plattierungskombinationen erstellt. Die öffentlich zugängliche und unabhängige Darstellung der Schweiß- und Materialqualität ermöglicht es kleinen und mittleren Unternehmen, die Eignung und Wirtschaftlichkeit des Werkstoffs für die eigene Produktion zu beurteilen, ohne zeit- und kostenintensive Vorversuche durchführen oder Prototypen herstellen zu müssen. Dadurch wird es viel einfacher und schneller, einen Prozess im eigenen Unternehmen zu gestalten. Ein robust schweißbarer Aluminiumblechwerkstoff kann auch wesentlich zum Wachstum des Marktes für Hersteller von Widerstandsschweißsystemen und Aluminiumblechen beitragen.