Untersuchungen der Elektrodengeometrie und des Elektrodenmaterials zur Erzielung einer höheren Elektrodenstandzeit beim manuellen Elektrokontakttrennen unter Wasser
Das UW-Elektrokontakttrennen ist ein elektrothermisches Metallbearbeitungsverfahren, bei dem die direkte Umwandlung von elektrischer in thermische Energie mittels Joulescher Erwärmung und Lichtbogenerwärmung erfolgt und wurde unter Wasser bisher nur in Sonderanwendungen eingesetzt. Trotz sehr hoher Schneidgeschwindigkeiten von bis zu 3 m/min bei 20 mm Stahl, hat sich das Verfahren industriell noch nicht durchgesetzt.
Das Ziel des Forschungsvorhabens leitet sich aus dem hohen Verschleiß der Scheibenelektrode ab. Dieser soll beim manuellen und halbautomatischen Elektrokontakttrennen unter Wasser durch eine Optimierung des Elektrodenwerkstoffes und der Elektrodengeometrie minimiert werden, wodurch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erhöht und ein konkurrenzfähiger Einsatz des Elektrokontakttrennens unter Wasser, durch kleinere und mittlere Tauchunternehmen, ermöglicht wird. Durch die Darstellung des sowohl maschinenseitig als auch elektrodenseitig stabilen und verschleißreduzierten Prozesses wird die Umsetzung im industriellen Maßstab bei kmU gestärkt.
Hierzu werden unterschiedliche Geometriekonzepte untersucht in Kombination mit dem Scheibenwerkstoff (Wolfram, Molybdän und deren Legierungen sowie Stahl) und mit dem Verschleiß korreliert.
Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse zum Verschleiß, Schnittleistung und Schnittqualität werden in der finalen Projektphase genutzt um die Eigenschaften der verschiedenen Scheibenelektroden durch die im projektbegleitenden Ausschuss vertretenen Tauchbetriebe zu validieren, indem die zu lösende Schneidaufgabe nachgestellt wird.