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FA 11
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Untersuchung verschiedener Vorbehandlungs- und Fügemethoden im Hinblick auf das Alterungsverhalten und die Gebrauchseigenschaften beim Thermischen Direktfügen von Metallen und Kunststoffen


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.326 N
Laufzeit: 01.11.2018 - 30.04.2021

Forschungseinrichtungen:
  1. Institut für Schweißtechnik und Fügetechnik
  2. Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT 
Fachgebiete:
KC Leichtbau,
HA Fahrzeug- und Verkehrstechnologien, auch: Antriebstechnik
IA Luftfahrttechnik,
Wirtschaftszweige:
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, 51 Luftfahrt
30 Sonstiger Fahrzeugbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung

Vorhabenbeschreibung:

Das Thermische Direktfügen (TDF) hat sich in den letzten Jahren zu einer vielversprechenden Fügetechnologie entwickelt. Mit dem TDF kann ein starker adhäsiver Verbund zwischen (faserverstärkten) thermoplastischen Kunststoffen und Metallen hergestellt werden. Eine entscheidende Rolle übernimmt beim TDF wie bei anderen adhäsiven Fügeverfahren (z. B. Kleben) die Oberflächenvorbehandlung. Das TDF gliedert sich in zwei wesentliche Prozessschritte: Die Vorbehandlung der Metalloberfläche und das thermische Fügen. Eine effiziente Methode für die Vorbehandlung der Metalloberfläche ist z. B. eine lastangepasste Lasermikrostrukturierung. Das TDF erfolgt über die gezielte Erwärmung des Metallfügeteils, welches mittels Fügedruck mit dem Kunststofffügeteil in Kontakt gebracht wird, was über Wärmeleitung zu einem lokalen Aufschmelzen des Kunststoffes im Bereich der Fügezone führt. Die Kunststoffschmelze benetzt das Metallfügeteil und es bilden sich zwischenmolekulare Anziehungskräfte zum Metallfügeteil aus. Nach der Erstarrung des Kunststoffes ist der Fügevorgang abgeschlossen. Zur Überführung des TDF in die breite industrielle Anwendung fehlt es derzeit an ausreichendem Anwendungswissen hinsichtlich der Verfahrensgrenzen, welche aufgrund des immensen Versuchsaufwandes für KMU nicht eigenständig zu bestimmen sind. Aus diesem Grund zielt das Forschungsvorhaben darauf ab über bereits bestehendes Basiswissen verschiedener Oberflächenvorbehandlungs- und Fügeprozesse hinaus ein Anwendungswissen zum TDF aufzubauen. Neben den grundsätzlichen Prozessparametern werden insbesondere industrielle und anwendungsrelevante Größen, wie Temperaturwechsel- (Delta-Alpha-Problematik) und Korrosionsbeständigkeit, sowie die Prozessfähigkeit industriell nachgefragter Materialkombinationen betrachtet. Dieses Wissen wird in einen Anwendungskatalog überführt, welcher es KMU ermöglicht die Chancen dieser wirtschaftlichen und effektiven Fügetechnologie für ihre jeweilige Anwendung abzuschätzen und zu bewerten.