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FA V4
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Untersuchung und Optimierung der Prozessparameter und Werkzeuge zum Unterwasserkleben von Halterungssystemen


IGF-Vorhaben-Nr.: 01IF21002N
Laufzeit: 01.02.2020 - 31.07.2022

Forschungseinrichtungen:
  1. Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP
  2. Institut für Werkstoffkunde 
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KB Werkstoffe, Materialien
HB Maritime Technologien,
EB Erneuerbare Energien
Wirtschaftszweige:
50 Schifffahrt, 28 Maschinenbau
6 Gewinnung von Erdöl und Erdgas, 35 Energieversorgung

Vorhabenbeschreibung:

Betrieb und Wartung von Wasserbauwerken und -fahrzeugen erfordern häufig die nachträgliche Montage von Ausrüstungsgegenständen, wie Sensoren, Sonarsender oder Korrosionsschutzequipment unter Wasser. Durch Schweißen und oder mechanisches Fügen entstehen metallurgische/mechanische Kerben, weshalb im abgeschlossenen Projekt „Unterwasserkleben“ (IGF 19493BR) ein geklebtes Haltersystem grundlegend entwickelt wurde. Ziel des hier beantragten Vorhabens ist nun die Untersuchung des Einflusses der Prozessparameter des mehrstufigen Injektionsprozesses (Medien, Zeiten, Drücke, etc.) auf die Verbindungsgüte und die Entwicklung eines entsprechenden teilautomatisierten Werkzeugs für den Einsatz durch Taucher oder ROV. Dazu erfolgt in AP1 eine experimentelle Untersuchung und abschließende Festlegung von Oberflächenvorbereitungsverfahren bzgl. ihrer Reinigungsqualität und Anwendung im Unterwasserbereich. In AP2 wird zur Steigerung der Langzeitbeständigkeit die vollständige Abdichtung der Klebfuge untersucht und ein autarkes Heizsystem für die Aushärtung entwickelt. Nach der Entwicklung eines Versuchsstandes (AP3) für ein Mehrstufen-Injektionsverfahren werden die Einflüsse von Parametervariationen für einzelne Injektionsschritte mit Hilfe des Versuchsstandes an Haltern analysiert (AP4). Auf Basis der gewonnenen Ergebnisse wird ein Prototypenwerkzeug für den Unterwasserklebprozess entwickelt (AP5) und praktisch erprobt. Zur Optimierung von Parametersätzen werden Versuchsklebungen mit anschließender Alterung und zerstörender Prüfung (AP6) durchgeführt. Das Prototypenwerkzeug wird zur Verifizierung der erzielten Laborergebnisse an praxisrelevanten Anwendungsfällen von Tauchern im Versuchsbecken getestet (AP7). Abschließend werden die Ergebnisse im Schlussbericht und einem DVS-Merkblatt dokumentiert (AP8). Als Ergebnis stehen ein Prototypenwerkzeug sowie ein abgesichertes Parameterfenster zur Verfügung, was KMU in die Lage versetzt, neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten.