Skip to main content
Drucken
FA 09
result

Schwingfeste Auslegung laserstrahlgeschweißter Verbindungen unter mehrachsiger Beanspruchung


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.621 BG
Laufzeit: 01.03.2019 - 31.12.2021

Forschungseinrichtungen:
  1. Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS
Fachgebiete:
HA Fahrzeug- und Verkehrstechnologien, auch: Antriebstechnik,
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KB Werkstoffe, Materialien
Wirtschaftszweige:
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, 28 Maschinenbau
24 Metallerzeugung und -bearbeitung,

Vorhabenbeschreibung:

Laserstrahlgeschweißte Welle-Nabe-Verbindungen, z. B. für hochbelastete Antriebskomponenten, finden verbreitet Anwendung. Die in der Regel zyklisch mehrachsig beanspruchten Schweißverbindungen werden aber bislang anhand empirischer Kriterien ausgelegt, weil die erforderlichen Auslegungskennwerte nicht verfügbar sind. Ziel ist es, für laserstrahlgeschweißte rotatorische Bauteile Auslegungskennwerte für zyklisch mehrachsig beanspruchte Schweißnähte zu ermitteln. Dazu werden speziell gestaltete Prüfkörper mit Radial- bzw. Axialrundnähten mit einer Nahttiefe von 2 – 7 mm unter kombinierter Torsions-Axial-Belastung geprüft, wobei eine systematische Variation der Belastungssituation erfolgt. Dabei werden sowohl die aus der Grundkonstruktion resultierende Nahtkonfiguration (Radial- bzw. Axialnaht), die Art der Prüfteilbelastung (Torsion bzw. Torsion + Axialzug/-druck) und die daraus resultierende Schweißnahtbeanspruchung als auch die lokalen Eigenschaften der Schweißverbindung (martensitisches/austenitisches Schweißgut) variiert. Neben der experimentellen Schweißnahtprüfung in Torsions-Axial-Prüfständen wird eine FE-basierte Bewertungsmethode für lokal mehrachsig beanspruchte Schweißnähte unter Verwendung lokaler Konzepte entwickelt und anhand der experimentell ermittelten Daten validiert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Erstellung allgemeingültiger Richtlinien für belastungs- und verfahrensgerechte Konstruktionen lasergeschweißter Welle-Nabe-Verbindungen unter mehrachsiger Beanspruchung. KmU profitieren von den Projektergebnissen besonders durch die Verfügbarkeit von Bemessungskennwerten und Konstruktionsempfehlungen für Ingenieurdienstleister im Bereich Konstruktion und Berechnung, durch die mögliche Einflussnahme der Schweißbetriebe auf die Gestaltung der Schweißkonstruktion sowie durch die Erweiterung des Leistungsspektrums von Anlagen- und Systemlieferanten auf die Beratung des Kunden hinsichtlich belastungs- und verfahrensgerechter Bauteilgestaltung.