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FA 11
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Schweißnahtkennwerte für die lebensdaueroptimierte Bauteilauslegung von hochtemperaturbeständigen Thermoplasten


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.984 N
Laufzeit: 01.04.2020 - 30.06.2022

Forschungseinrichtungen:
  1. Fakultät Maschinenbau KTP Institut für Kunststofftechnik
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KC Leichtbau
KB Werkstoffe, Materialien,
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 22 Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
30 Sonstiger Fahrzeugbau, 51 Luftfahrt

Vorhabenbeschreibung:

Zur Verringerung der CO2-Emissionen im Automobilbereich sind die Bestrebungen der Kfz-Hersteller im Bereich des Leichtbaus als auch in der Entwicklung neuer Motorenkonzepte sehr groß. Dabei treten im Motorraum erhöhte Temperaturen auf, denen die Kunststoffe und die Fügeverbindungen standhalten müssen. Das Ziel des geplanten Projektantrages ist die Entwicklung eines Lebensdauermodells zur belastungsgerechten Auslegung von HT-TP-Schweißnähten. Mithilfe des Lebensdauermodells kann anhand von Langzeitzugtests und der Nutzung eines Simulationsmodells auf das Langzeitverhalten geschlossen werden. Weiter muss erwähnt werden, dass bisher keine Aussagen über die Langzeiteigenschaften der HT-TP-Schweißnähte möglich sind. Weiterer zentraler Punkt ist die Untersuchung der Abkühlung der Fügezone in der Umstellphase. Im Mittelpunkt steht dabei der Einsatz im Motorraum, bei dem hohe Medien-, Temperatur- und mechanische Einflüsse auftreten. Zur Berücksichtigung dieser Einflussgrößen werden die Schweißnähte gezielt im Zeitstandzugversuch geprüft, um dann mit den experimentellen Daten ein Simulationsmodell aufzustellen. Mithilfe dieses Simulationsmodells und der Nutzung eines modifizierten Langzeitprüfstands kann das Langzeitverhalten simuliert werden. So kann eine Prüfmethode entwickelt werden, durch die anhand von Langzeitzugversuchen die Schweißnähte für die auftretenden Belastungen ausgelegt werden. Kosten- und zeitintensive Versuche sind für die KMU somit nicht mehr nötig. Ein definierter Wissenstransfer ist möglich. Weiterführende Aussagen zur Auslegung von Schweißmaschinen resultieren aus diesem Forschungsvorhaben. Wissen für die KMU hinsichtlich der Auslegung von Langzeitschweißnähten der HT-TP sowie Grenzen des Verfahrens werden aufgezeigt und sorgen für eine bessere Entwicklungsplanung mit einem hohen Kosteneinsparpotential. Damit wird eine breite Verarbeitung der HT-TP mit den untersuchten Schweißverfahren (IR-, HG- und VIB-Schweißen mit IR-Vorwärmung) ermöglicht.