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FA Q6
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Risikominimierung der Gefahren durch Kontamination im Arbeitsumfeld und Betrachtung der Toxikologie von Faserbruchstücken beim laserbasierten Trennen von Faserverbundkunststoffen


IGF-Vorhaben-Nr.: 01IF21629N
Laufzeit: 01.04.2021 - 31.03.2023

Forschungseinrichtungen:
  1.  
Fachgebiete:
,
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik
KB Werkstoffe, Materialien,
KC Leichtbau
Wirtschaftszweige:
22 Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren, 28 Maschinenbau
30 Sonstiger Fahrzeugbau, 38 Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen; Rückgewinnung

Vorhabenbeschreibung:

Ziel ist ein vertieftes Verständnis der Freisetzung faserhaltiger Gefahrstoffe aus Lasertrennprozessen an Faserverbundkunststoffen (FVK) sowie der Kontaminationsverschleppung in andere Arbeitsbereiche zwecks Ermittlung und Bewertung existierender Gefährdungspotenziale. Dabei steht besonders die mögliche Freisetzung gesundheitsgefährdender WHO-Fasern im Fokus. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bewertung der toxikologischen Wirkungen freigesetzter faserhaltiger FVK-Stäube. Betrachtet werden FVK-Laserschneidprozesse bei PA-Mitgliedern sowie am LZH nachgestellte Prozesse. Als Bezugsgrößen werden Quellstärken in der Prozessabluft bestimmt. In Arbeitsbereichsanalysen werden Abklingkurven gemessen und die Verbreitung der Gefahrstoffe, vor allem der Faserfragmente, in der Anlagenumgebung ermittelt. Definiert gesammelte FVK-Staubproben dienen der toxikologischen Analyse mit einem Partikel-induzierten Zellmigrationstest (PICMA) durch das IPA. Begleitet wird dies durch rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen. Die Gefahrstoffverschleppung wird mittels Analyse der Kontamination zugänglicher Oberflächen in den Unternehmen sowie von Kleidung, Haut und Haaren betroffener Mitarbeiter erfasst. Auf Basis der Gefährdungsbewertung werden Vorschläge für Umrüstungen von Anlagen und Arbeitsbereichen sowie Handlungsempfehlungen für die Handhabung kontaminierter FVK-Bauteile und optimierte Arbeitsabläufe erarbeitet (spezifische technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen). Dies nutzt unmittelbar interessierten KMU, die durch die Umsetzung der Empfehlungen die Kurz- und Langzeitrisiken für ihre Mitarbeiter und das Anlagenumfeld reduzieren können. Letztlich wird die Akzeptanz von FVK-Lasertrennprozessen erhöht, was der Verfahrensverbreitung in der Industrie dient. Die Bewertung der Toxikologie der FVK-Stäube soll Grundlagen für die mögliche Anpassung der relevanten Expositionsgrenzwerte schaffen. Die Projektergeb. sollen nach Projektende in ein DVS-Merkblatt einfließen.