24 Metallerzeugung und -bearbeitung, 28 Maschinenbau
35 Energieversorgung,
Vorhabenbeschreibung:
Die Reduzierung der Grenzwerte für Schweißrauche stellt die metallverarbeitende Industrie und insbesondere kmU zunehmende vor Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für Fülldrahtanwendungen mit einem besondere hohen Emissionspotenzial. Der Schweißrauchbestandteil, sechswertiges Chrom, gilt als besonders krebserzeugende und tritt vorrangig bei der Verarbeitung hochchromhaltiger Zusatzwerkstoffe auf. Die bisherigen Ansätze zur Reduzierung der Gesamt- resp. Cr(VI)-Emission befassten sich mit der Adaption verschiedener Prozessparameter, der Entwicklung angepasster Fülldrahtkompositionen und der Änderung der Technologie an sich. Betrachtungen zum Einfluss der Drahttemperatur auf die Schweißrauch- resp. Cr(VI)-Emission wurden bisher nicht durchgeführt. Voruntersuchungen haben jedoch gezeigt, dass insbesondere der Effekt der Lanzenbildung die Schweißrauchbildung fördert. Dieser kann durch eine Adaption des Abschmelzverhaltens in der Art verhindert werden, dass durch Drahtvorwärmung der charakteristische Fülldrahtabschmelzvorgang in einen Massivdraht ähnlichen Zustand übergeht. Dies hat signifikant reduzierte Schweißrauch- resp. Chrom(VI)-Emissionen zur Folge.
Ziel des Projektes ist es daher, diesen Effekt systematisch zu untersuchen und zu verstehen, systemkritische Parameterfenster zu detektieren und in Folge dessen das Emissionspotenzial hochchromhaltiger Fülldrähte drastisch zu reduzieren. Durch die unmittelbare Einbringung der Ergebnisse in das Schweißrauchminderungsprogramm stehe die Ergebnisse den kmU direkt zur Verfügung und haben somit auch unmittelbaren Nutzen für diese.