FC Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, EB Erneuerbare Energien
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, 41 Hochbau
Vorhabenbeschreibung:
Das Metall-Schutzgasschweißen (MSG) stellt aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit und seiner Flexibilität ein bedeutendes
Fügeverfahren in der metallverarbeitenden Industrie dar, welches auch hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit eine wichtige
Rolle einnimmt. Gleichzeitig ist der Einsatz von Lichtbogenschweißverfahren jedoch mit vielfältigen Gefährdungen für das
schweißtechnische Personal und für das Personal in der Fertigungsumgebung verbunden, z.B. durch die Emission von
Schweißrauch. Insbesondere KMU sind darauf angewiesen, dass technologische Lösungen zur Minimierung der
Gesundheitsgefahren für das schweißtechnische Personal entwickelt werden. Hier setzt das Projekt an, in dem alternative
Schweißzusatz-/Schutzgas-Kombinationen hinsichtlich ihres Emissionsreduktionspotentials unter Berücksichtigung der
Schweißnahtqualität untersucht werden. Vor dem Hintergrund der implementierten Grenzwerte für die Exposition mit dem
Element Mangan ist auch der wichtige Bereich des allgemeinen Stahlbaus und Maschinenbaus betroffen. Hier werden
dringend Schweißzusatz-Schutzgas-Kombinationen mit geringerem Emissionspotential gesucht. Mittels der Bestimmung
von Schweißrauchemissionsraten und der Untersuchung der Einflussfaktoren kann das Reduktionspotential von
alternativen Schutzgas-Schweißzusatz Kombinationen angegeben werden, so dass sich über eine Bestimmung von
Qualitätsmerkmalen die Einsetzbarkeit der Kombinationen in der Praxis ableiten lässt. Hierdurch können
Fertigungsbetriebe direkt profitieren, wenn sie die Sicherheit haben, dass einerseits Emissionen verringert werden, und
andererseits die geforderte Schweißnahtqualität erreicht wird. Dies wird anhand von exemplarischen
Schweißverfahrensprüfungen demonstriert.