29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen,
Vorhabenbeschreibung:
Schweißrauch stellt eine Gefahr für die Gesundheit des schweißtechnischen Personals dar. In dem Projekt RESPIRA soll daher nach Optimierungsansätzen gesucht werden, wodurch die Wirksamkeit von Absaugstrategien beim MSG-Schweißen (Absaughauben, Absaugarme etc.) erhöht werden kann. Hierzu wird die Wirksamkeit in Anlehnung an DIN EN ISO 21904-3 sowie die Schweißrauchkonzentration im Atembereich des Schweißers nach DIN EN ISO 10882-1 systematisch bei einzelnen und optimierten Absaugmaßnahmen erfasst. Als Lösungsansatz wird sowohl eine sinnvolle Kombination mit anderen Absauggeräten, als auch die Unterstützung mit einem innovativen und noch nicht ausreichend erforschten Luftschleier untersucht. Der Luftschleier soll eine strömungstechnische Barriere zwischen dem Schweißer oder der Produktionsumgebung und der Schweißstelle aufbauen sowie den Transport des Schweißrauches zur Absaugung unterstützen. Auf diese Weise soll nicht nur der Schweißer geschützt werden, sondern auch anderes Personal im Arbeitsbereich. Erste Vorversuche zum Einsatz dieser Technologie waren sehr vielversprechend.
Beide Ansätze stellen eine kostengünstige und einfach umsetzbare Optimierung dar und bieten somit den KMU eine einfache Möglichkeit, um das Schweißpersonal und Personal in der Produktionsumgebung zu schützen. Durch die prozessunabhängige Einsatzweise können KMU aus allen Industriezweigen, in denen MSG-Schweißverfahren eingesetzt werden, von den angestrebten Forschungsergebnissen profitieren.
Um die Optimierungsansätze untersuchen und bewerten zu können, wird ein Prüfstand entwickelt, welcher in der Lage sein soll, die Wirkung der einzelnen, kombinierten und mit einem Luftschleier unterstützten schweißrauchreduzierenden Maßnahmen zu vermessen. Durch die gleichzeitige Ermittlung der Wirksamkeit der Absaugstrategien und der Belastung des Schweißers wird eine ganzheitliche Betrachtung von untersuchten Maßnahmen möglich.