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FA 03
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Ökologische Bilanzierung von Schmelzschweißverfahren unter Berücksichtigung vor- und nachgelagerter Prozessschritte


IGF-Vorhaben-Nr.: 19.209 N
Laufzeit: 01.01.2017 - 31.12.2019

Forschungseinrichtungen:
  1. und -prüfung (BAM) FB 9.3 - Schweißtechn. Fertigungsverf.
Fachgebiete:
FC Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung,
FD Ressourceneffizienz, Rohstoffe (außer Energie)
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion,
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen,

Vorhabenbeschreibung:

Kleinere und mittlere Unternehmen agieren heutzutage in einem globalen Umfeld, wodurch diese zu Elementen einer komplexen Wertschöpfungskette werden. Der zunehmende Anstieg der Preise für industriell essentielle Ressourcen, wie Primärenergie und Rohstoffe, sowie sich ausweitende klimapolitischen Restriktion führen zur Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit durch innovative Fertigungsprozesse langfristig zu sichern. Die geplanten Forschungsarbeiten umfassen die Ökobilanzierung ausgewählter Schmelzschweißverfahren unter Berücksichtigung vor- sowie nachgelagerter Fertigungsschritte wie Vor- und Nachwärmen oder die Herstellung der Nahtvorbereitung. Die Ökobilanzierung ist eine weit verbreitete und standardisierte Methode zur Abschätzung der Umweltwirkungen eines Produktes oder Prozesses. In einer Ökobilanz erfolgt eine Lebenswegbetrachtung, von der Rohstoffgewinnung über die Energieerzeugung bis zur Anwendung eines Produktes oder Prozesses. Die analysierten Schweißprozesse sowie Grundwerkstoffe umfassen dabei ein breites für kmU relevantes Spektrum. Durch Bereitstellung der aufgestellten Umweltprofile ist der Anwender in der Lage, Schweißprozesse unter ökologischen Aspekten zu bewerten und die effizienteste Variante zu identifizieren. Des Weiteren ermöglichen die Forschungsarbeiten die komplexen Wechselgrößen bezüglich der betrachteten Verfahren sowie Vor- und Nachprozesse ganzheitlich ökologisch zu bewerten. Die Quantifizierung der Umweltwirkungen stellt eine direkte Forderung für kmU dar, beispielsweise wenn diese als Zulieferer für OEM fungieren, für welche Ökobilanzierung bereits etablierter Bestandteil der Produktplanung ist, oder sich klimapolitische Restriktionen verstärken. Des Weiteren stellen ökologisch effiziente Verfahrensvarianten oftmals die wirtschaftlichsten Lösungen dar, wodurch sich eine weitere Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ergibt.