Niedertemperaturfügen von Ni-Basis-Superlegierungen mit Ni-Nanopartikeln
IGF-Vorhaben-Nr.:
20.980 BR
Laufzeit:
01.01.2020
-
31.03.2022
Forschungseinrichtungen:
Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik, Professur Verbund-
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik, KA Nanotechnologien
KB Werkstoffe, Materialien,
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
35 Energieversorgung,
Vorhabenbeschreibung:
Im Forschungsvorhaben sollen Ni-nanopartikelhaltige Pasten für das Fügen von Ni-Basis-Superlegierungen untersucht
werden. Dabei wird der Effekt der Schmelzpunktabsenkung von Nanopartikeln für ein Fügen bei vergleichsweise niedrigen
Temperaturen genutzt. Das Ziel besteht darin, Ni-Basis-Superlegierungen bei Temperaturen unter 1100 °C prozesssicher
fügen zu können, um unerwünschte Gefügeveränderungen zu vermeiden, kombinierte Füge- und
Wärmebehandlungsprozesse zu ermöglichen bzw. bereits ausscheidungsgehärtete Werkstoffe fügen zu können. Neben
der Herstellung verschiedener Ni-Nanosuspensionen und deren Charakterisierung, werden Fügeversuche mit Ni-Basis-
Superlegierungen unter Variation verschiedener Prozessparameter durchgeführt. Die Verbindungen werden bzgl. der
entstehenden Mikrostruktur und des Festigkeitsverhaltens charakterisiert. Im Ergebnis werden Anleitungen für die
Herstellung der Nanosuspensionen zur Verfügung gestellt, sodass Lot- bzw. Pastenhersteller diese herstellen und als
innovatives Produkt in ihr Angebotsportfolio aufnehmen können. Zudem werden mit den Fügeversuchen die
Zusammenhänge zwischen Prozessparametern und resultierenden Produkteigenschaften aufgezeigt, sodass die
Ergebnisse direkt in die Praxis übertragen können. Mit der Vermeidung unerwünschter Gefügeveränderungen können KMU
im Service- und Dienstleistungsgeschäft für den Gasturbinenmarkt qualitativ höherwertige Verbindungen (Komponenten
mit längerer Lebensdauer) herstellen, aber auch gänzlich neue Anwendungen (Erweiterung der Produktpalette)
erschließen. Zudem ergibt sich mit den angestrebten Ergebnissen eine deutlich erhöhte Flexibilität und Wirtschaftlichkeit
bei der Fertigung (abgesenkte Fügetemperatur, kombinierter Füge und Wärmebehandlungsprozess).