MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion, HB Maritime Technologien
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 35 Energieversorgung
42 Tiefbau, Verkehrsstreckenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
Vorhabenbeschreibung:
Das angestrebte Forschungsvorhaben soll dazu dienen, die idealen Material- und Beschichtungseigenschaften, das Design, die Montagespezifikation auf Grundlage des Schmiermittels, das Anziehverfahren, die Wartung, die Ermüdungsbelastung, die Herstellung des Verbindungselementgewindes, die Belastbarkeit, der kathodische Schutz, die Umwelt und die Auswirkungen der medialen Belastungsbedingungen auf die Leistung und Zuverlässigkeit von Verbindungselementen im Unterwassereinsatz zu bestimmen und zu verbessern. Das Verbesserungs- und Innovationspotential liegt in den Aussagen zum Einfluss unterschiedlicher mediale Größe (z. B. destilliertes Wasser, Süßwasser, Salzwasser) auf die Reibverhältnisse von Schraubenverbindungen aus Kohlenstoffstahl und nichtrostendem Stahl im Abmessungsbereich M16 bis M36 sowie der erstmaligen Absicherung der Haftreibungszahlen unter Einwirkung unterschiedlicher Beschichtungssysteme. Hieraus resultiert durch die Erweiterung der Anwendungsgrenzen bestehender Richtlinien und Normen zur Auslegung, Montage und Wartung medial und zyklisch beanspruchter Schraubenverbindungen für Wasserbau- und Offshore-Anwendungen (DASt-Richtlinie 024, DIN EN 1090-2, VDI Richtlinie 2230-1, DVS-EFB Merkblatt 3435-2) für Ingenieurbüros eine zuverlässige Nachweisführung und Sicherheit im Betrieb, welche jedoch durch die Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren bisher unbeachtetes Potential für eine wirtschaftlichere, leistungsfähigere und dennoch sicherere Bemessung und Ausführung nutzt. Ausführende Unternehmen können zudem mit diesen Nachweis- und Ausführungsregeln für den Unterwasserbereich zukünftig einen Großteil der kosten- und zeitintensiven Einzelfalluntersuchungen umgehen. Außerdem sind die Forschungsergebnisse branchenunabhängig anwendbar. Das geplante Forschungsvorhaben stellt somit einen Beitrag zur Erweiterung der genannten Normen und Richtlinien dar und sichert damit die Wettbewerbsfähigkeit der KMUs.