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FA 03
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Hochproduktives MSG-Verbindungsschweißen durch den Einsatz von Zusatzheißdraht und einer magnetinduzierten zweidimensionalen Lichtbogenauslenkung


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.156 BR
Laufzeit: 01.11.2018 - 30.04.2021

Forschungseinrichtungen:
  1. Institut für Fertigungstechnik Professur für Fügetechnik u. Montage
  2. Fakultät für Maschinenbau Fachgebiet Fertigungstechnik
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KB Werkstoffe, Materialien
KC Leichtbau,
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion
Wirtschaftszweige:
24 Metallerzeugung und -bearbeitung, 28 Maschinenbau
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen,

Vorhabenbeschreibung:

Aufgrund seiner Vorteile hinsichtlich Automatisierbarkeit, Handhabung, Verfügbarkeit und Investitionskosten wird das Metall-Schutzgas- (MSG) Verfahren zum stoffschlüssigen Fügen metallischer Werkstoffe insbesondere in kmU sehr häufig angewendet. Eine Steigerung der Produktivität über die Abschmelzleitung wird bisher durch die verfahrensbedingte Kopplung der Material- und Wärmeeinbringung begrenzt. So bedingt eine Erhöhung der abgeschmolzenen Materialmenge bisher eine Steigerung der Wärmeeinbringung in das Bauteil, wodurch die mechanisch-technologischen Eigenschaften der Schweißverbindung unzulässig herabgesetzt werden. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird ein MSG-Heißdraht (MSH-HD) Prozess für das Verbindungsschweißen entwickelt und erprobt, mit dem der Wärmeeintrag in das Bauteil flexibel an die Schweißaufgabe und die Werkstoffanforderungen angepasst werden kann. Den bisherigen Restriktionen des MSG-HD-Schweißprozesses (Unzulässige Verringerung des Einbrandes und des Benetzungsverhaltens) wird durch eine zweidimensionale magnetische Auslenkung des Lichtbogens begegnet. Dadurch wird neben der Anpassung des Gesamtwärmeeintrags eine gezielte Steuerung des Wärme- und Temperaturfeldes am Werkstück ermöglicht. Durch die Entkopplung des Material- und Wärmeeintrages werden Abschmelzleistungen größer als 15 kg/h und zugleich eine davon unabhängige und definierte Einstellung der mechanisch-technologischen Eigenschaften ermöglicht. Das Vorhaben liefert fundierte wissenschaftliche und anwendungsbezogene Erkenntnisse wie das MSG-HD-Verbindungsschweißen sowohl mit bestehender Gerätetechnik als auch mithilfe eines zu entwickelnden kompakten Brenneraufsatzes auf unterschiedliche Werkstoffe und Schweißaufgaben angewendet werden kann. KmU werden hierdurch in die Lage versetzt, die Produktivität in der schweißtechnischen Fertigung zu steigern und gleichzeitig die Bauteilqualität im Vergleich zum konventionellen MSG-Prozess zu erhöhen.