Skip to main content
Drucken
FA 10
result

Feinkontaktierung thermisch empfindlicher Werkstoffe der Elektrotechnik mittels kurzen Laserpulsen


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.895 N
Laufzeit: 01.10.2019 - 31.12.2021

Forschungseinrichtungen:
  1. Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT 
Fachgebiete:
GC Elektrotechnik, Elektronik, Elektroniksysteme,
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion,
Wirtschaftszweige:
27 Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, 63 Informationstechnologie
28 Maschinenbau, 35 Energieversorgung

Vorhabenbeschreibung:

Ziel dieses Vorhabens ist die Evaluierung des Laserstrahlschweißens mit Kurzpuls-Strahlquellen im ns-Bereich für die Kontaktierung artfremder Materialien sowie dünner und empfindlicher Substrate. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in einem ersten Schritt Referenzschweißungen mit einem cw-Faserlaser durchgeführt und die Kriterien für die Standard-Schweißgeometrie für die relevanten Werkstoffpaarungen festgelegt. Diese Kriterien dienen als Ausgangspunkte für das anschließende Benchmarking. Darauf aufbauend werden die Prozessgrenzen zum Schweißen von Metallen (hauptsächlich Cu-Cu, Cu-Al und Cu-Stahl) mit einer Nanosekunden-Strahlquelle evaluiert. Die mechanischen und elektrischen Eigenschaften dieser Fügeverbindung werden mit den Ergebnissen der cw-Schweißungen verglichen und hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Anwendungsfälle in der Kontaktierung von Komponenten der Leistungselektronik (Schweißen auf dünnen/empfindlichen Schichten) und Batterietechnik bewertet. Parallel zu diesen Untersuchungen erfolgt die Auswahl und Validierung eines geeigneten Simulationsmodells. Am Ende des Forschungsvorhabens soll ein umfassender Vergleich zwischen dem Schweißen mit cw-Faserlasern und kurzgepulsten Strahlquellen verfügbar sein, der für interessierte Unternehmen als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Erw. oder Ergänzung ihrer Prozesse dient. Besonders für KMU ergeben sich hier Vorteile, da diese Unternehmen häufig nicht in der Lage sind, sich zeitlich und finanziell aufwändige und gleichzeitig wissenschaftlich abgesicherte Prozessstudien zu leisten. Des Weiteren sind die Investitionskosten für die entsprechende Anlagentechnik niedriger als bei einem vergleichbaren cw-Schweißprozess. Bei bereits bestehender Anlagentechnik (beispielsweise für das Laserbohren oder Laserstrukturieren) lässt sich die Anlage mit überschaubarem finanziellem u. zeitlichem Aufwand für einen Schweißprozess umrüsten. Diese Flexibilität ist besonders für KMU interessant und attraktiv.