Skip to main content
Drucken
FA V4
result

Entwicklung füllstoffoptimierter Doppelmantel-Fülldrähte zum nassen UW-Schweißen


IGF-Vorhaben-Nr.: 20.363 N
Laufzeit: 01.01.2019 - 30.06.2021

Forschungseinrichtungen:
  1. Institut für Werkstoffkunde 
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KB Werkstoffe, Materialien
HB Maritime Technologien,
MC Verfahrenstechnik, soweit nicht zu EB oder FD zuzuordnen
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 24 Metallerzeugung und -bearbeitung
35 Energieversorgung,

Vorhabenbeschreibung:

Schweißarbeiten unterhalb der Wasserlinie werden in der Regel durch nasses Lichtbogenhandschweißen realisiert. Durch die begrenzte Länge der hier eingesetzten Stabelektroden sind mit diesem Verfahren nur relativ kurze Strecken effizient schweißbar. Lange Schweißnähte ziehen viele Ansatzstellen und daraus folgend eine hohe Fehlerdichte nach sich. Außerdem folgen aus dem häufigen Elektrodenwechsel lange Tauchzeiten. Die ausführenden Tauchbetriebe sind ebenso wie die betroffenen Planungsbüros in Deutschland nahezu vollständig den KMU zuzuordnen. Reparaturen an langen Rissen können durch die Tauchbetriebe aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen im Offshore-Bereich kaum angeboten werden. Außerdem sind die Kosten durch die langen Tauchzeiten sehr hoch. Als attraktives Alternativverfahren zum Lichtbogenhandschweißen gilt darum das nasse Unterwasser-Fülldrahtschweißen mit schlackebildendem Fülldraht. Trotz der hohen Attraktivität eines solchen Verfahrens, ist bis zum heutigen Tag kein Fülldraht für den Unterwassereinsatz in Deutschland zugelassen oder im freien Handel verfügbar. Ziel des beantragten Forschungsvorhabens ist es, die Grundlagen zur Entwicklung eines tiefenoptimierten Doppelmantelfülldrahts für das nasse Schweißen unter Wasser zu schaffen. Dabei soll die innere Drahtkammer Mikrolegierungselemente enthalten, um zum einen dem wassertiefenabhängigen Legierungsabbrand entgegenzuwirken und zum anderen eine Optimierung der mechanischen Kennwerte der Schweißverbindung zu erreichen. Die äußere Drahtkammer enthält die schlacke- und schutzgasbildenden Zusätze. Es wird ein Zieldurchmesser von 1,6 mm angestrebt, um einen guten Kompromiss aus Spulbarkeit des Falzdrahtes und ausreichenden Pulvermengen zu gewährleisten. Ein solcher Draht ermöglicht kürzere Tauchzeiten, besser planbare Schweißfolgen, weniger Fugarbeiten und eine höhere Qualität der Schweißnähte. Es profitieren sowohl die Tauchbetriebe als auch die Planungsbüros des Binnen- und Offshoremarktes.