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FA V4
plan

Entwicklung eines Kaltriss-Tests und Ermittlung eines Wasserstoff-Grenzwertes für das nasse Unterwasserschweißen


IGF-Vorhaben-Nr.: 01IF22898N
Laufzeit: 01.09.2023 - 31.12.2025

Forschungseinrichtungen:
  1. Institut für Werkstoffkunde 
Fachgebiete:
MB Fertigungstechnik, auch: Umformtechnik, Fügetechnik, Oberflächentechnik,
KB Werkstoffe, Materialien
HB Maritime Technologien,
MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau, 50 Schifffahrt
24 Metallerzeugung und -bearbeitung,

Vorhabenbeschreibung:

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ermittlung eines Wasserstoffgrenzwertes für das nasse Schweißen, in Abhängigkeit des Grundwerkstoffes, der Schweißparameter und der zu erwartenden Lasten. Im Offshore- als auch im Binnenbereich steigt der Bedarf an Unterwasserschweißungen. Insbesondere steigt die Nachfrage für Reparaturschweißungen an Bauteilen unterhalb der Wasseroberfläche, bei denen qualitativ hochwertige Schweißnähte nötig sind. Problematisch ist bei Lichtbogenschweißverfahren unter Wasser die Gefahr von wasserstoffinduzierten Kaltrissen. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens bieten somit eine Einschätzung des Schädigungspotenzials von diffusiblem Wasserstoff in UW-Schweißnähten zu denen es bisher keine umfassenden Untersuchungen gibt. Um hierzu eine Basis für solche Einschätzungen legen zu können, sollen zum einen Untersuchungen unter Laborbedingungen durchgeführt werden, bei denen der Wasserstoffgehalt einer Probe einer Biegebelastung zugeordnet werden kann. Zum anderen soll ein einfacher Versuchsstand konzipiert werden, mit dem reproduzierbare Messungen auf der Baustelle durchgeführt werden können. Ebenfalls soll zum Abschluss des Projekts ein Merkblatt zu einem Kaltrisstest mit definierten Wasserstoffgrenzwerten für das DVS-Regelwerk vorgestellt werden. In vielen Bereichen der Wirtschaft, in denen hochfeste Stähle zum Einsatz kommen, sind bereits Grenzwerte für den maximal zulässigen diffusiblen Wasserstoffgehalt festgelegt. Für die im Bereich des nassen Schweißens verwendeten Stahlgüten existieren diese Grenzwerte bislang jedoch nicht. An diesen können sich insbesondere kmU wie Schweißbetriebe, Hersteller von Zusatzwerkstoffen und Planungsbüros orientieren, wenn Konstruktionen oder auch Reparaturen durchgeführt werden sollen.