Autogenes MAG-C Schweißen als Hybridprozess für das kontinuierliche, nasse, hyperbare Unterwasserschweißen (UW-A-MAG-C) mit Massivdrahtelektroden
IGF-Vorhaben-Nr.:
18.708 N
Laufzeit:
01.04.2015
-
30.09.2017
Forschungseinrichtungen:
Institut für Werkstoffkunde
Fachgebiete:
KB Werkstoffe, Materialien, MA Produktionstechnologien, auch: Konstruktion
HB Maritime Technologien, MC Verfahrenstechnik, soweit nicht zu EB oder FD zuzuordnen
Wirtschaftszweige:
28 Maschinenbau,
24 Metallerzeugung und -bearbeitung,
Vorhabenbeschreibung:
Bisher ist das kontinuierliche nasse UW-Schweißen nicht möglich, da es keine verfügbaren Zusatzwerkstoffe für die bisher entwickelte Schweißtechnik gibt. Ebenfalls ist ein Vorwärmen des Schweißbereiches bisher nicht möglich und das Nachwärmen z.B. durch die Temper-Bead Technik nur schwer realisierbar und nicht wirtschaftlich durchführbar.
Es soll der autogene Flammprozess mit der Lichtbogentechnik verknüpft werden und die daraus entstehenden Synergien nutzbar gemacht werden. Synergieeffekte sind hierbei, dass die Verbrennungswärme ein Vor- bzw. Nachwärmen des Materials ermöglicht und das die Verbrennung das für den Schweißprozess notwendige Schutzgas in Form von CO2 liefert. Der eigentliche Lichtbogenschweißprozess wird durch die Verbrennungswärme und -produkte des autogenen Prozesses unter Wasser ermöglicht, ohne dass Schlacke bildende Zusatzwerkstoffe erforderlich sind. Somit kann hier der klassische Massiv- oder Fülldraht verwendet werden.
Die Untersuchungen zum Hybridprozess zielen auf die Verbesserung der Schweißbarkeit der höheren Festigkeitsklassen im Bereich der Spundwandmaterialien unter Wasser. Dabei wird das Basiswissen erarbeitet, wie dieser neue Prozess die Größe der WEZ und die Beladung des Schweißgutes mit Wasserstoff beeinflusst.
Durch einen solchen kontinuierlichen Prozess, werden die KMU in die Lage versetzt, die Schweißnebenzeiten, sowie die Kosten für die Zusatzwerkstoffe erheblich zu reduzieren. Ebenfalls ist dieses Schlacke freie Verfahren hilfreich die Temper-Bead Technik praktikabel und wirtschaftlich im UW-Bereich umzusetzen, da hiermit ein schnelles Überschweißen der Schweißlage mit der Temperlage einfach möglich ist.
Die Entwicklung dieser Hybridtechnologie zielt auf die Verbesserung der Verarbeitbarkeit von höherfesten Stahlgüten im Unterwasserbereich (z.B. S355GP-S420GP), welche dort schon Anwendung finden und im Falle von z.B. Schlosssprüngen von Spundwänden schnell, sicher und wirtschaftlich repariert werden müssen.